Der Fall Marguerite Steinheil

Die Mätresse des Präsidenten

Ein spannendes High-Society-Drama im Paris des Fin de siècle: Künstler, Politiker, ein Präsident, wilde Verschwörungstheorien, ein ermordeter Ehemann und eine tote Mutter. Vor Gericht wird klar, dass eine schöne Frau sich (fast) alles erlauben kann ...

Meine Mutter ist gestern zu Besuch gekommen. Da sich meine Tochter bei Verwandten auf dem Lande aufhält, stellte ich ihr, wie stets in solchen Fällen, mein eigenes, bequemes Zimmer zur Verfügung und schlief selbst im Zimmer meiner Tochter.

Wir gingen etwa um 10 Uhr abends zu Bett, ich wurde aber plötzlich wach, wahrscheinlich infolge eines lauten Geräusches. Licht flammte auf und ich sah vier Menschen im Zimmer, drei Männer und eine Frau, alle in gleich aussehende, lange schwarze Gewänder mit engen Ärmeln gekleidet, wie die Kaftane der Juden, mit breiten schwarzen Hüten. Ein Mann, der auf der linken Seite meines Bettes stand, trug eine Lampe. Er war rothaarig wie auch die Frau, die rechts von mir stand. Sie hielt mir eine Pistole ins Gesicht, und einer der vier fragte nach Geld und meinem Schmuck. Ich deutete auf die Tür zum Salon und flehte sie an, meiner Mutter und meinem Mann nichts zu tun. Die Männer verließen daraufhin das Zimmer, während die Frau mir weiter die Pistole an die Schläfe hielt.

Ich hörte meine Mutter ›Meg!‹ schreien und dann war Stille, schreckliche Stille, in der ich nur die Kirchturmuhr vernahm, die Mitternacht schlug. Die Männer kamen nach einiger Zeit, die mir endlos lang vorkam, wieder. Die Frau riet ihnen, jetzt auch mich zu erledigen, doch einer der Männer widersprach. Was weiter war, weiß ich nicht, denn ich erhielt einen Schlag, der mir die Besinnung raubte. Die Täter müssen durch das Küchenfenster eingedrungen sein, denn dieses steht meist offen.

(Aussage von Marguerite Steinheil beim Verhör durch Kommissar Duval)

 

Informationen im Internet:

Wikipedia-Artikel über Marguerite Steinheil

Hörprobe (6:05)
"Die Mätresse des Präsidenten: Der Fall Marguerite Steinheil"
aus der Reihe "Die zarte Hand des Todes"
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Downloadmöglichkeiten

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Credits

Peter Hiess, Jahrgang 1959, ist Journalist, Autor, Übersetzer und nennt sich selbst "Dr. Trash".

Christian Lunzer wurde 1943 geboren und lebt als Buchhändler und Verleger in Wien. Er war Lehrbeauftrager für Publizistik an der Donau-Universität Krems und hat sich auch als Sachbuchautor einen Namen gemacht.

Claus Vester, 1963 in Düsseldorf geboren, sammelte bereits während seines Studiums erste Erfahrungen in der freien Münchner Theaterszene und bei einem Tourneetheater. Neben seiner Arbeit als Hörbuch-Regisseur steht er seit einigen Jahren auch als Sprecher zahlreicher Hörbuch-Produktionen vor dem Mikrofon.

 

Enthalten im Hörbuch (Audio-CDs):

Die zarte Hand des Todes

Peter Hiess, Christian Lunzer, Claus Vester (Spr.)
Wenn Frauen morden...
4 CDs, ungekürzte Lesung, ca. 306 Min.
2011, cc-live (Vertrieb: steinbach sprechende bücher)

16,99 €                                    » Online bestellen