Der Fall Dorothea Puente

Valium und Spitzenhäubchen

Die Geschichte von der netten älteren Dame, die im kalifornischen Sacramento eine mustergültige Seniorenpension betrieb – mit Komplettservice vom Begrüßungscocktail bis zur Bestattung im eigenen Garten.

Leiche Nr. 1: weiblich, zwischen 60 und 70 Jahre alt. Von den Kleidungsstücken war eine Bluse noch in Teilen erhalten. Die Arme waren mit breiten Klebebändern an den Körper fixiert, die Beine mit Schnüren umwickelt. Sie trug abgetragene College-Schuhe. Ein Fuß war als erster Leichenteil gefunden worden.

Leiche Nr. 2: ebenfalls weiblich, etwas weniger verwest als Nr. 1. Die komplette Wäschegarnitur war erhalten, doch alle Hinweise und Marken waren entfernt worden. Die Frau hatte keine Zähne mehr; an ihrer Leber konnte Zirrhose im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert werden, also handelte es sich wahrscheinlich um eine Alkoholikerin.

Leiche Nr. 3: männlich, um die 50, über 1,70 Meter groß, auch ohne Gebiss, braune Haare, grauer Schnurrbart, am Unterarm und auf der rechten Schulter charakteristische Tätowierungen: eine Rose und ein Hakenkreuz.

Leiche Nr. 4: ebenfalls männlich, stärker verwest als Nr. 3, zwischen 50 und 60 Jahre alt und sehr klein, bestenfalls 1,55 Meter groß.

Leiche Nr. 5: fast völlig verwest, nur mehr als Skelett vorhanden. Männlich, Alter unbestimmt, aber sicher auch über 50.

Leiche Nr. 6: ebenfalls fast nur mehr Skelett, weiblich, über 50. Erhalten war nur die batteriegetriebene Armbanduhr, die erstaunlicherweise noch die richtige Zeit anzeigte.

Leiche Nr. 7: weiblich, in ein hellblaues Nachthemd gekleidet, aber nur mehr ein Torso. Kopf, Beine und Arme fehlten; sie waren brutal und ohne Sachkenntnis abgetrennt worden und wurden im Garten nicht gefunden.

(aus dem Bericht des Pathologen)

 

Informationen im Internet:

Wikipedia-Artikel über Dorothea Puente

Hörprobe (5:45)
"Valium und Spitzenhäubchen: Der Fall Dorothea Puente"
aus der Reihe "Die zarte Hand des Todes"
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Downloadmöglichkeiten

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Credits

Peter Hiess, Jahrgang 1959, ist Journalist, Autor, Übersetzer und nennt sich selbst "Dr. Trash".

Christian Lunzer wurde 1943 geboren und lebt als Buchhändler und Verleger in Wien. Er war Lehrbeauftrager für Publizistik an der Donau-Universität Krems und hat sich auch als Sachbuchautor einen Namen gemacht.

Claus Vester, 1963 in Düsseldorf geboren, sammelte bereits während seines Studiums erste Erfahrungen in der freien Münchner Theaterszene und bei einem Tourneetheater. Neben seiner Arbeit als Hörbuch-Regisseur steht er seit einigen Jahren auch als Sprecher zahlreicher Hörbuch-Produktionen vor dem Mikrofon.

 

Enthalten im Hörbuch (Audio-CDs):

Die zarte Hand des Todes

Peter Hiess, Christian Lunzer, Claus Vester (Spr.)
Wenn Frauen morden...
4 CDs, ungekürzte Lesung, ca. 306 Min.
2011, cc-live (Vertrieb: steinbach sprechende bücher)

16,99 €                                    » Online bestellen