Der Fall Martha Marek
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Ihr Ehemann hackte sich ein Bein ab, damit sie die Versicherung kassieren konnte. Danach arbeitete die engelsgleiche Blondine gekonnt mit dem bewährten Schädlingsbekämpfungsmittel Zeliopaste, um an Geld zu kommen.
[Über Emil Marek]
Auf einer primitiven Tragbahre, mit weißem Ledertuch ausgeschlagen, im breiten Sessel, den herbe Holzträger halten, wird der Angeklagte hereingebracht. Er sitzt im modisch eleganten Rock, hochaufgerichtet, mit einer Steifheit und Würde da, als wäre er irgendein offizieller Funktionär. Der Vierundzwanzigjährige sieht weitaus älter aus. Ein brauner Vollbart, strotzend vor Fülle, außerordentlich gepflegt, senkt sich auf die blitzend weiße Hemdbrust, über die kurze schwarze Masche. Viel braunes Haar ist auch wellig über den Kopf gestrichen, der einen rosigen, zart weiblichen Teint zeigt.
[Über Martha Marek]
Überraschend ist ihre Erscheinung, die einer auffallend schönen Frau. Das weiß gepuderte Gesicht ist vollkommen regelmäßig und durchscheinend, wie es bei hochblonden Blondinen der Fall ist. In zwei dicken Strähnen liegt das Haar von goldroter Farbe wie eine Krone auf dem Kopfe. Ihre Erscheinung ist zart, sie trägt einen hellen, eleganten Mantel.
(Aus dem Artikel von Felix Salten in der "Neue Freie Presse" über den Prozessbeginn am 28. März 1927 vor dem Zweiten Wiener Landesgericht)
![]() Hörprobe (mp3 / 01:13 min.) |
Informationen im Internet:
Wikipedia-Artikel über Martha Marek
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Enthalten im Hörbuch:
Die zarte Hand des Todes
Wenn Frauen morden...ca. 306 Min.
2011, cc-live, 4 CDs
ISBN: 978-3-942416-91-7
Vertrieb: steinbach sprechende bücher
16,99 €
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