Der Fall Steinhäuser

Fehlende Ausbildung

Das Gutenberg-Gymnasium in Erfurt

Der Erfurter Schüler schrie bdeutsche Kriminalgeschichte. Der Abiturient wurde wegen schlechter Noten vom Gymnasium verwiesen und steht buchstäblich vor dem Nichts. Für die Zukunftslosigkeit rächt er sich am Schulsystem mit Amoklauf und Massen mord. Ein Trauma.

Hiermit beende ich das mit Ihnen bestehende Schulverhältnis auf der Grundlage des Thüringer Schulgesetzes entsprechend der durch Sie zu vertretenden Gründe mit Wirkung des heutigen Datums."

Das Schreiben ist offiziell und rechtens. Verantwortlich für den Abiturienten fühlen sich weder Schulamt noch Gymnasien.

"Der Schulausschluss verändert seinen Status abrupt, und seine Falltiefe ist immens. Neben der Demütigung macht ihn der Rauswurf in einem einzigen Moment zum sozialen Fall ohne jeglichen Abschluss. Denn die Thüringer Gesetze sind zu dem Zeitpunkt so gehalten, dass ein Zwölftklässler, der sein Abitur nicht schafft und keinen Realschulabschluss hat, völlig ohne Abschluss dasteht, gerade so, als hätte er eine Schule nie besucht."

Der Schüler läuft Amok in Erfurt. Innerhalb einer Viertelstunde fallen ihm 17 Menschen zum Opfer. Weltweites Entsetzen. Auf der Trauerfeier sprach Ministerpräsident Dr. Bernhard Vogel vom "Unheil, das vom Himmel fiel".

"Wer die Zukunft fürchtet, verdirbt die Gegenwart."

Nach dem Massaker Robert Steinhäusers in Erfurt wurden der Reden viel gehalten. Es fiel den Verantwortlichen schwer, Mitschuld einzugestehen. Einfacher ist die Begründung: "Unheil vom Himmel". Überirdisch sind Mordmotive jedoch niemals gewesen, erst recht nicht für den Supergau. [...]

 

Informationen im Internet:

Wikipedia-Artikel über den Amoklauf von Erfurt

telepolis-Artikel über die Analyse der Reaktionen auf die Taten von Erfurt und Emsdetten

Presseinformation zum Bericht der Gutenberg-Kommission zu den Vorgängen am Erfurter Gutenberg-Gymnasium am 26. April 2002

Vollständiger Bericht der Kommission Gutenberg-Gymnasium des Landes Thüringen

Hörprobe (5:44)
"Fehlende Ausbildung: Der Fall Steinhäuser"
aus der Reihe "Mordsarbeit"
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Downloadmöglichkeiten

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Credits

Henner Kotte, Jahrgang 1963, ist ein in Leipzig lebender und arbeitender Autor, Redakteur, Moderator, Regisseur, Theaterkritiker und Stadtführer. Er ist vor allem für seine in Leipzig spielenden Kriminalromane bekannt geworden.

Christian Lunzer wurde 1943 geboren und lebt als Buchhändler und Verleger in Wien. Er war Lehrbeauftrager für Publizistik an der Donau-Universität Krems und hat sich auch als Sachbuchautor einen Namen gemacht.

Claus Vester, 1963 in Düsseldorf geboren, sammelte bereits während seines Studiums erste Erfahrungen in der freien Münchner Theaterszene und bei einem Tourneetheater. Neben seiner Arbeit als Hörbuch-Regisseur steht er seit einigen Jahren auch als Sprecher zahlreicher Hörbuch-Produktionen vor dem Mikrofon.

 

Enthalten im Hörbuch (Audio-CDs):

Mordsarbeit

Henner Kotte, Christian Lunzer, Claus Vester (Spr.)
Wenn Kollegen Mörder werden...
4 CDs, ungekürzte Lesung, ca. 274 Min.
2012, cc-live (Vertrieb: steinbach sprechende bücher)

16,99 €                                    » Online bestellen